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Der All-Inclusive-Überlebenskampf von Tunesien

Es war eine Zeit vor Vergleichsportalen. Eine Zeit, in der ein Hotelbuchungsprozess nicht aus drei Klicks und einem KI-Chatbot bestand, sondern aus stundenlangem Katalogwälzen, Reisebüro-Besuchen und echter, Schweiß treibender Recherche. Ich hatte für diesen bürokratischen Zirkus weder Nerven noch Geduld. Also lag die glorreiche Aufgabe bei meiner Frau. Sie plante, verglich, buchte. Ich war lediglich für das Tragen der Koffer und das physische Anwesend sein zuständig.

DEs war eine Zeit vor Vergleichsportalen. Eine Zeit, in der ein Hotelbuchungsprozess nicht aus drei Klicks und einem KI-Chatbot bestand, sondern aus stundenlangem Katalogwälzen, Reisebüro-Besuchen und echter, Schweiß treibender Recherche. Ich hatte für diesen bürokratischen Zirkus weder Nerven noch Geduld. Also lag die glorreiche Aufgabe bei meiner Frau. Sie plante, verglich, buchte. Ich war lediglich für das Tragen der Koffer und das physische Anwesend sein zuständig.

Der Flug verlief reibungslos, und schließlich kamen wir an: Ein gigantisches All-Inclusive-Hotel irgendwo an der tunesischen Küste. Die Zimmer waren makellos, die Anlage riesig. Und unsere zwei Kinder? Die zeigten augenblicklich das typische Urlaubsverhalten kleiner Zombies. Mit leeren, aber gierigen Augen rannten sie hypnotisiert auf den Pool zu, getrieben vom reinsten Zucker- und Wasserrausch. So weit, so gut. Die Traumkulisse stand.

Doch dann kam das Gespräch. Dieser eine, schicksalhafte Moment.

Meine Frau sah mich an. Nicht wütend, sondern mit diesem wissenden, leicht besorgten Blick unter vier Augen: „Du, pass bitte auf. Nicht so viel trinken.“

Ich lächelte mein charmantestes „Ich hab alles unter Kontrolle“ Lächeln und gab ein feierliches Versprechen ab: „Keine Sorge, Schatz. Ich passe auf. Nicht mehr als fünf Bier am Tag.“

Was ich in diesem Moment elegant verdrängt hatte war mein persönlicher Zeitbegriff im Urlaub besaß eine erstaunliche Relativität. Anscheinend hatte mein Tag in Tunesien nicht 24 Stunden, sondern höchstens sechs bis acht. Und so vergingen die Zeitzonen zwischen „Fünf Bier sind okay“ und „Huch, schon wieder das nächste“ schneller als die Sonne über Nordafrika untergehen konnte.

Was folgte, war kein Erholungsurlaub. Es war das reinste Martyrium. Ein hochkomplexer, nervenaufreibender Schauspielunterricht auf 5-Sterne-Niveau.

Mein einziges Ziel für die nächsten zwei Wochen: Den Kindern ein perfektes Familiendrama vorzuspielen, in dem der Papa keineswegs einen leichten Schuss hatte, sondern lediglich „sehr entspannt“ war. Ich durfte nicht in der Ecke liegen. Ich musste Haltung bewahren.

Am Pool versuchte ich, im brusthohen Wasser kerzengerade zu stehen, während meine Gehirnzellen versuchten, die Wasseroberfläche von meinem Gleichgewichtssinn zu unterscheiden.

Bei den Ausflügen wandelte ich durch historische Ruinen mit einer Sonnenbrille, die groß genug war, um meine glänzenden Augen zu verdecken, und nickte aufmerksam bei den Ausführungen des Reiseleiters, während mein Kopf ein einziges Monolith-Echo war.

Beim Essen war eine Meisterleistung der Feinmotorik. Mit höchster Konzentration die Gabel unfallfrei vom Teller zum Mund führen, während man versucht, auf die Frage der Tochter („Papa, warum schaust du so lustig?“) eine pädagogisch wertvolle Antwort zu geben.

Es war eine Daueranspannung. Ich kämpfte um meine Würde, um den Frieden in der Ehe und um das Bild des verlässlichen Vaters. Ich war kurz davor, den Kampf gegen die feindliche Übernahme der Brauerei zu gewinnen.

Und dann? Dann kamen die Zimmernachbarn.

Man kennt sie. Nette, gesellige Leute. Sie klopften an, lächelten breit und sagten die vier verhängnisvollsten Worte des gesamten Urlaubs: „Wir haben Bier mitgebracht!“

Das Universum hat manchmal einen verdammt zynischen Humor. In diesem Moment brach meine mühsam errichtete Festung zusammen.

Es war ein Urlaub der Extreme. Auf der einen Seite die paradiesische Kulisse Tunesiens, das Lachen der Kinder und die unendliche Liebe zu meiner Familie. Auf der anderen Seite der verzweifelte, selbstverschuldete Kampf gegen den eigenen Pegel und das ständige schlechte Gewissen meiner Frau gegenüber, die genau wusste, was hinter meiner Sonnenbrille vor sich ging.

Wir haben diesen Urlaub überlebt. Die Kinder erinnern sich bis heute an eine tolle Zeit. Und ich? Ich habe gelernt, dass ein Tag im All-Inclusive-Resort manchmal verdammt wenig Stunden hat – aber verdammt lange Nachwirkungen. irgendwo an der tunesischen Küste. Die Zimmer waren makellos, die Anlage riesig. Und unsere zwei Kinder? Die zeigten augenblicklich das typische Urlaubsverhalten kleiner Zombies. Mit leeren, aber gierigen Augen rannten sie hypnotisiert auf den Pool zu, getrieben vom reinsten Zucker- und Wasserrausch. So weit, so gut. Die Traumkulisse stand.

Doch dann kam das Gespräch. Dieser eine, schicksalhafte Moment.

Meine Frau sah mich an. Nicht wütend, sondern mit diesem wissenden, leicht besorgten Blick unter vier Augen: „Du, pass bitte auf. Nicht so viel trinken.“

Ich lächelte mein charmantestes „Ich hab alles unter Kontrolle“ Lächeln und gab ein feierliches Versprechen ab: „Keine Sorge, Schatz. Ich passe auf. Nicht mehr als fünf Bier am Tag.“

Was ich in diesem Moment elegant verdrängt hatte war mein persönlicher Zeitbegriff im Urlaub besaß eine erstaunliche Relativität. Anscheinend hatte mein Tag in Tunesien nicht 24 Stunden, sondern höchstens sechs bis acht. Und so vergingen die Zeitzonen zwischen „Fünf Bier sind okay“ und „Huch, schon wieder das nächste“ schneller als die Sonne über Nordafrika untergehen konnte.

Was folgte, war kein Erholungsurlaub. Es war das reinste Martyrium. Ein hochkomplexer, nervenaufreibender Schauspielunterricht auf 5-Sterne-Niveau.

Mein einziges Ziel für die nächsten zwei Wochen: Den Kindern ein perfektes Familiendrama vorzuspielen, in dem der Papa keineswegs einen leichten Schuss hatte, sondern lediglich „sehr entspannt“ war. Ich durfte nicht in der Ecke liegen. Ich musste Haltung bewahren.

Am Pool versuchte ich, im brusthohen Wasser kerzengerade zu stehen, während meine Gehirnzellen versuchten, die Wasseroberfläche von meinem Gleichgewichtssinn zu unterscheiden.

Bei den Ausflügen wandelte ich durch historische Ruinen mit einer Sonnenbrille, die groß genug war, um meine glänzenden Augen zu verdecken, und nickte aufmerksam bei den Ausführungen des Reiseleiters, während mein Kopf ein einziges Monolith-Echo war.

Beim Essen war eine Meisterleistung der Feinmotorik. Mit höchster Konzentration die Gabel unfallfrei vom Teller zum Mund führen, während man versucht, auf die Frage der Tochter („Papa, warum schaust du so lustig?“) eine pädagogisch wertvolle Antwort zu geben.

Es war eine Daueranspannung. Ich kämpfte um meine Würde, um den Frieden in der Ehe und um das Bild des verlässlichen Vaters. Ich war kurz davor, den Kampf gegen die feindliche Übernahme der Brauerei zu gewinnen.

Und dann? Dann kamen die Zimmernachbarn.

Man kennt sie. Nette, gesellige Leute. Sie klopften an, lächelten breit und sagten die vier verhängnisvollsten Worte des gesamten Urlaubs: „Wir haben Bier mitgebracht!“

Das Universum hat manchmal einen verdammt zynischen Humor. In diesem Moment brach meine mühsam errichtete Festung zusammen.

Es war ein Urlaub der Extreme. Auf der einen Seite die paradiesische Kulisse Tunesiens, das Lachen der Kinder und die unendliche Liebe zu meiner Familie. Auf der anderen Seite der verzweifelte, selbstverschuldete Kampf gegen den eigenen Pegel und das ständige schlechte Gewissen meiner Frau gegenüber, die genau wusste, was hinter meiner Sonnenbrille vor sich ging.

Wir haben diesen Urlaub überlebt. Die Kinder erinnern sich bis heute an eine tolle Zeit. Und ich? Ich habe gelernt, dass ein Tag im All-Inclusive-Resort manchmal verdammt wenig Stunden hat – aber verdammt lange Nachwirkungen.

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